Medan Tangkahan Bukit-Lawang - Depary Adventure Sumatra (DAS) Tours

Depary Adventure Sumatra
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Reiseberichte

Reisebericht Medan Tangkahan Bukit-Lawang

Wir haben eine Reise nach Indonesien gemacht und sind auch ein paar Tage auf Sumatra gewesen.

Dabei wollten wir natürlich die Natur erleben und den Leuser-Nationalpark sehen (zumindest etwas davon).

Anbei ein kleiner Reisebericht unserer Tour, die wir mit
www.abenteuer-sumatra.de und Ramlan Sembiring gemacht haben.

Gleich vorweg: Orang-Utans haben wir tatsächlich und ganz nahe gesehen!


1. Tag: Medan - Tangkahan

Nach Ankunft am Flughafen und Erledigung der Visa-Formalitäten (am besten 25 US$ in bar mitnehmen), wurden wir gleich vom Reiseleiter Ramlan Sembiring im Empfang genommen.

Ramlan spricht sehr gut deutsch und man fühlt sich direkt in guten Händen.

Er kümmert sich auch um die Rückflugbestätigung und hilft, erst einmal Geld zu wechseln.

Nicht ganz einfach, aber 12.000 Rupiah sind in etwa 1 Euro und eine Flasche Wasser kostet zwischen 3.000 und 6.000 Rupiah.

Dann ging es ins Auto und im immerwährenden Verkehr durch Medan zu einer Stadtrundfahrt (mit Besichtigung der großen Moschee und dem Sultans-Palast).

Wenn man möchte, kann man auch den Markt in Medan besuchen - wer aber müde von der Reise ist (wie wir), kann auch gleich los in Richtung Tangkahan starten.

Ohnehin kann Ramlan viel zur Stadt, den Leuten und Sumatra erzählen.

Was schön war: Keine Scheu, Fragen zu stellen! Was auch immer einem in den Sinn kommt.

Da in Indonesien vieles anders ist, als bei uns, kommen doch einige Fragen auf.

Unterwegs hatten wir die Möglichkeit, an einer Palmöl-Plantage, die ebenso wie die Kautschuk-Bäume, einen großen Teil Sumatras prägen, anzuhalten.

Und auch immer, wenn man von etwas Fotos machen möchte.

Angekommen in Tangkahan mußten wir uns im Visitor Center registrieren - eine unproblematische Formalität, die schnell erledigt ist.

Mit einer Boot-am-Seil-Fähre ging es ans andere Ufer des schönen Flusses und ein paar Stufen hinauf zum Mega Inn, unserer Unterkunft.

Einfach, aber gemütlich - und in der Atmosphäre des nahen Dschungels.

Die Geräuschkulisse ist geprägt von Zikaden, schmatzenden Gekkos, dem Rauschen des Flusses, Vogelrufen und Affenschreien. Wunderbar.

Wer ein bisschen Wildnis und Jungle- Feeling abseits von Massen und Standardhotels sucht, ist hier richtig.

Und unter den wenigen Touristen gibt es, wenn man es wünscht, sofort einen netten Kontakt.

Bereits kurz nach der Ankunft, ging es zum nahe gelegenen Elefanten-Ressort, in dem derzeit neun Elefanten und zwei Jungtiere leben.

Die Elefanten kann man reiten und so ging es auf dem Rücken des Elefantenbullen Theo langsam schaukelnd, aber sicher am Ufer des und durch den Fluss zurück zur Lodge.

Macht viel Spass.

Das eigentliche und absolute Highlight war aber am Nachmittag beim Elefanten-Waschen.

Die ganze Karawane zuckelte Rüssel an Schwanz zum Fluss.

Schon einmal neben einem Elefanten hergelaufen?

Mehrere Ranger sowie Ramlan sind aber immer dabei, so dass nichts passieren kann.

Und dann ab in den Fluss.

Elefanten lieben offenbar das Wasser, weil es sie kühlt und von lästigem Ungeziefer befreit.

Also wird ein- und untergetaucht, gerüsselt und geschrubbt: Mit grossen Bürsten über die Elefantenhaut.

Und die beiden Kleinen? Immer mit dabei.

Nachdem ich einen Rüssel voll Wasser abbekommen habe, durfte ich auch zur Bürste greifen und die kleine Tankah (9 Monate alt) schrubben und mit ihr planschen. Sensationell!! Absoluter Wahnsinn!

Hinterher waren wir zwar klatschnass, aber glücklich! Wo kann man so etwas erleben?

Der Abend ist bei einem guten Nasi Goreng, netten Gesprächen und begleitet von Gitarrenmusik der einheimischen Führer ausgeklungen. Ein toller Tag!


2. Tag: Tangkahan

Nach einem Banana-Pancake ging es gut gestärkt in den nächsten Tag.

Wir haben eine Trekking-Tour im Dschungel gemacht, die auch ein lokaler Führer begleitet.

Diese sprechen häufig nicht so gut Englisch, aber Ramlan ist natürlich mit dabei und kann alles übersetzen.

Lange Sachen und gute Schuhe mitnehmen - das ist keine Extrem-Wanderung, aber auch keine Flip-Flop-Tour.

Zudem gibt es im Busch Blutegel, die man mit langen Sachen und Mückenschutz abweheren kann.

Aber keine Angst: Ich habe auch einen eingesammelt und sie sind weder giftig, noch übertragen sie Krankheiten und es tut auch nicht weh - mit anderen Worten: Es ist nur lästig.

Wenn man angesaugt wurde, einfach abschnipsen. :-)

Der Urwald ist wunderbar.

Viele tolle Pflanzen, von denen man schon gehört hat (z.B. Lianen, Eukalyptus, Mahagoni), und von denen man noch nie gehört hat.

Wie immer in der Natur: Eine Garantie, Tiere zu sehen gibt es nicht.

So hatten wir auf der Trekking-Tour kein Glück, auf dem Heimweg aber hat uns eine Gruppe Makaken auf den Bäumen mit ihrer Anwesenheit überascht!

Der Nachmittag war frei zum Baden im direkt aus den Leuser-Naturpark kommenden und daher absolut sauberen Fluss.

Und das war bei der Hitze wunderbar (das Wasser schön kühl)! An einer Stelle am Fluss gibt es eine warme Quelle, die leicht schwefelig riecht.

Natur-Kur! Auch an diesem Abend saßen wir nach einem guten Essen zusammen und haben Batak-Liedern gelauscht.


3. Tag: Tangkahan - Bukit Lawang

Mit dem Jeep ging es am nächsten Morgen, nach freundlicher Verabschiedung von allen, nach Bukit Lawang, das wie Tangkahan an der Grenze zum Leuser-Nationalpark liegt.

Den 4-Rad-Antrieb braucht man auch, denn die Strecke ist teilweise arg mitgenommen.

Uns hat das viel Spaß gemacht, war dies quasi eine Jeep-Tour inklusive.

Nach ca. 2 Stunden sind wir in Bukit Lawang angekommen.

War Tangkahan nur eine Ansammlung weniger Häuser, so ist Bukit Lawang doch, vor allem wegen der nahe lebenden Orang-Utans, ein etwas größerer Ort, der sich an einem Fluss entlangzieht.

Über diesen führen mehrere Fußgänger-Hängebrücken, die ein wenig instabil aussehen, aber sicher halten.

Von der Brücke aus kann man den netten Ort sehen und auf die atemberaubenden Hänge des Urwaldes blicken. Kinder baden im Fluss, Frauen waschen die Wäsche und immer wieder kommen planschende Menschen vorbei, die in aufgeblasenen LKW-Reifen den Fluss herunterraften.

Der Ort ist für Dschungel-Neugierige aller Art wunderbar und die Unterkünfte nahezu allesamt nette Lodges im lokalen Stil.

Immer begleitet von herumtollenden Affen, die quasi zum Stadtbild gehören.

Nie füttern, sonst werden sie aufdringlich! Nur ein Problem gibt es: Bargeld kann gewechselt werden, nicht aber Traveller Cheques.

Eine Bank oder ein Geldautomat gibt es nur im 10 km entfernten Bahorok - also für alle Fälle genug Bargeld mitnehmen!

Wasserfälle, der Fluss, der Dschungel - und natürlich Orang-Utans, wenn man Glück hat.

Dem kann man etwas nachhelfen: In der Nähe des Nationalpark-Eingangs (fußläufig erreichbar - Achtung: auch hier am Dorfeingang registrieren, aber Ramlan erledigt dies unkompliziert), kann man zweimal am Tag mit Führern mitgehen, die (ausgewählt) den Orang-Utans Bananen geben.

Dazu muss man im Wald etwas aufsteigen (auch hier empfehle ich gute Schuhe, wenn auch alles gut mit Stufen präpariert ist) und - warten.

Wir hatten Glück! Ein Kleines und ein großes Männchen (meine Güte hat der Armmuskeln) kamen auf einmal durch die Bäume geklettert und relativ nahe an uns heran.

Wunderbare Fotos und ein tolles Erlebnis.

Eine halbe Stunde kann man den Affen zusehen, dann geht es gemeinsam mit den Rangern zurück.

Am frühen Abend ist Zeit, sich ein wenig im Ort umzusehen, im Fluss zu Baden oder einfach zu relaxen.

Auch hier klingt der Abend mit Urwaldgeräuschen bei einem guten Bintang (indonesisches Bier) entspannt aus.


4. Tag: Bukit Lawang

Nach einem guten Frühstück starten wir erneut eine Trekking-Tour (auch hier haben wir Blutegel -Vorsorge getroffen, tatsächlich aber keinen einzigen gesehen).

Wir haben eine 3-Stunden-Tour gebucht, man kann aber auch 6-Stunden oder Mehrtages-Trips mit Zelt-Übernachtung im Urwald machen.

Zunächst muss man unter Führung eines einheimischen Guides den Hang des Urwaldes erklimmen.

Das ist schweißtreibend, lohnt sich aber!

Diesmal stehen weniger die Pflanzen im Vordergrund, wir sind auf der Suche nach Primaten.

Und haben viel Glück! Erst sehen wir einen Makaken, dann folgen wir den Rufen eines Weißhand-Gibbons, den wir schließlich auch hoch oben in den Bäumen erspähen.

Und dann kommt Mina, eine schon bekannte Orang-Utan-Dame, die sich manchmal den Touristen nähert. Insgesamt zu fünft, ist dies eine nicht ungefährlich Situation, wäre man alleine.

Die Führer haben für solche Fälle aber immer Bananen dabei.

Nachdem Mina, und damit die Anführerin der Gruppe, mit einer ganzen Bananenstaude beruhigt ist, bleibt sie einfach sitzen und wir können aus ca. 8 Meter Entfernung beste Fotos von ihr und den neben ihr sitzenden Kleinen machen und alles beobachten.

Einfach unglaublich! Umwerfend! Faszinierende Tiere!

Noch bevor die Bananenstaude ganz gegessen ist, müssen wir weg, damit es keine Probleme gibt.

Wir steigen durch den Wald wieder ab, gehen ein Stück den Fluss entlang und treffen auf uns wartende Tubes (LKW-Reifen).

Diese werden zusammengebunden, die Sachen wasserdicht verpackt und ab geht es auf den Tubes im Fluss zurück nach Bukit Lawang.

Eine spaßige Sache und eine willkommene Abkühlung nach der Schwüle des Dschungels!

Wer möchte, badet dann noch etwas!

Ich bin total begeistert, die Orang-Utans so nah erleben zu können! Die Gespräche über die verschiedenen Touren, die Orang-Utans (zu deutsch Waldmenschen) bestimmen den gesamten Abend.

Ein wunderbares Erlebnis, das uns nicht nur in unserer letzten Nacht begleitet!


5. Tag: Bukit Lawang - Medan

Der letzte Tag ist natürlich etwas organisatorisch, schließlich wollen wir unseren Flug in Medan erreichen.

Nach dem Frühstück geht es gleich los und mit dem Auto (auf einer besseren Straße als nach Tangkahan) zurück nach Medan.

Alles hat wunderbar geklappt - und dank Ramlan ohne jegliche Organisationsfragen oder Verständigungsprobleme!


Die gesamte Reise ein tolles Erlebnis, dass wir nur weiterempfehlen können!


MARION MEYER: meyer_marion@web.de

München


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